Netzwerktreffen muslimischer Akteure in der Geflüchtetenhilfe am 18.2.2017

„Niemand ist nutzlos in dieser Welt, der einem anderen die Bürde leichter macht“, schrieb einst der englische Autor Charles Dickens. Wer sein Berufsleben im Feld der sozialen Arbeit bestreitet, weiß wie herausfordernd es sein kann sich um die Bedürfnisse anderer Menschen zu kümmern. Die Verschiedenheit menschlicher Lebenswege führt zu einer unendlichen Vielfalt von Charakteren mit individuellen Sorgen und Problemen. Meist erweist sich der angemessene Umgang mit den Problemen anderer als gar nicht so leicht. Trägt man Verantwortung für eine Gruppe von Menschen, sind die Anforderungen an die eigene Person umso größer. Besonders bei der Arbeit mit Geflüchteten kann man als Ehrenamtler schnell an seine Grenzen stoßen.


Um der Vielfalt menschlicher Bedürfnisse in der Geflüchtetenarbeit besser gerecht werden zu können, organisiert der islamische Verein Inssan e.V. regelmäßige Netzwerktreffen mit muslimischen Akteuren in der Geflüchtetenhilfe. Mit Hilfe dieser Treffen möchte Inssan e.V. unter anderem die Kooperation zwischen den vielen verschiedenen Flüchtlingsprojekten stärken. Das höhere Ziel hinter diesen Treffen besteht neben dem Erfahrungs- und Wissensaustausch vor allen Dingen darin Ressourcen zu bündeln, um Synergien zu bilden und neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, welche es ermöglichen effizienter und individueller mit den Herausforderungen in der Geflüchtetenarbeit umzugehen.

Zu den Teilnehmern des vergangenen Treffens vom 18. Februar 2017 zählten u.a. das House of Resources Berlin, Islamic Relief Deutschland, das Haus der Weisheit – Berlin, das Muslimisches SeelsorgeTelefon, Wir sind Paten, Al-Huleh e. V. und das @Kompetenzzentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe. Der Einstieg erfolgte durch einen Impulsvortrag zum Thema „Mediale Darstellung von Geflüchteten und Muslimen nach der Flüchtlingskrise“ durch die Kulturanthropologin und Medienberaterin Sultan Doughan. Im Anschluss fand ein Austausch darüber statt, wie man die Öffentlichkeitsarbeit muslimischer Akteure in der Geflüchtetenhilfe fördern und weiter steigern kann. Ferner standen die Präsentation der einzelnen Flüchtlingsprojekte und ein Workshop zur Strategieentwicklung gelungener Öffentlichkeitsarbeit durch geführt durch den Projektleiter von House of Resources Berlin Nikolaus Sigrist auf der Tagesordnung.

Die abschließende Auswertungsrunde zeigte deutlich, dass das Netzwerktreffen von allen Teilnehmern als gelungen und hilfreich empfunden wurde. Neben der eigenen Kompetenz- und Effizienzsteigerung tragen die Netzwerktreffen laut den Teilnehmern dazu bei den Bekanntheitsgrad der verschiedenen Projekte zu erhöhen und gewähren spannende Einblicke in die Aktivitäten anderer Hilfsorganisationen und Vereine. Man darf sich demnach auf das nächste Netzwerktreffen im September 2017 freuen.

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