Wegweiser-Coaching

Zur Förderung und Unterstützung seiner ehrenamtlichen Mitarbeiter werden von Inssan e.V. im Rahmen des Wegweiser-Projektes zu verschiedenen Zeiten Coachings angeboten. Um einen Einblick in den Ablauf der Seminare zu gewähren, folgen nun zwei Berichte aus Sicht der teilnehmenden Mentor_innen:

 

Impressionen zum Coaching am 06.10.2016

Dilara Ünlüel

Nachdem ich mich dazu entschieden hatte, Mentorin bei Wegweiser zu werden, nahm ich auch relativ schnell am für mich ersten Coaching teil. Es waren fünf Mentor_innen anwesend und durch kreative Kennenlernübungen mit unserem Coach Steffi, Snacks und Getränken entstand eine lockere und ausgelassene Stimmung, die mir sehr gut gefallen hat. Des Weiteren haben die Mentor_innen Einblicke in ihre Erfahrungen mit ihren eigenen Mentees gegeben. Ich konnte somit nicht nur die Anwesenden besser kennenlernen, sondern auch ihre Intentionen im Rahmen des Projektes nachvollziehen.

Das Coaching selbst stand unter dem Motto Storytelling. Es ging um Fragen wie man die Welt der Flüchtlinge sichtbar machen und ihre Geschichten nach außen tragen kann. Steffi gab uns Inspirationen und Tipps, wie wir die Geschichten unserer Mentees bewusst und kultursensibel weitererzählen können, indem wir nicht ihren Status als Flüchtling, sondern vielmehr den Menschen hinter dem Stempel Flüchtling in den Vordergrund stellen. Vor allem dieser Aspekt des Coachings hat mein Bewusstsein geschärft und ist mir im Gedächtnis geblieben. Mit dieser Herangehensweise freue ich mich schon auf mein erstes Treffen mit meinem Mentee.

 

Coaching bei Wegweiser

David Becker

 

Am 6. Oktober nahm ich an meinem ersten Coaching beim Projekt „Wegweiser“ teil. Leider hatten einige Teilnehmer kurzfristig abgesagt, sodass wir letztlich nur eine kleine, aber dennoch gemütliche Gruppe von sieben Leuten waren. Neben einer kurzen Einführung in die Komplexität interkultureller Kompetenz war das „Story-Telling“ Kernthema der Schulung. Zur Schaffung einer angenehmen und freundlichen Unterrichtsatmosphäre wurden uns Getränke und belegte Brötchen serviert.

Um uns einander besser kennenzulernen und gleichzeitig eine Methode an die Hand zu bekommen, welche es uns künftig erleichtern soll einen Gesprächseinstieg mit unseren Mentees zu finden, gab es eine kleine Partnerübung. Bei der Übung ging es darum nacheinander Mutmaßungen über Gewohnheiten, Charaktereigenschaften und Vorlieben unseres Gesprächspartners zu äußern, um diesen dann jeweils im Anschluss die Möglichkeit zu geben die eigene Aussage entweder zu bestätigen, oder bei einer Fehleinschätzung richtig zu stellen. Trotz meines anfänglichen Unbehagens gegenüber dieser Methodik, musste ich schlussendlich feststellen, dass sich mit dieser Vorgehensweise relativ schnell eine lockere und amüsante Gesprächsatmosphäre schaffen lässt. Dies mag mitunter daran gelegen haben, dass es die Aufgabenstellung quasi unausweichlich machte, permanent in ein Fettnäpfchen zu treten.

Was neben den Brötchen in meinem Magen noch vom Lehrstoff in meinem Kopf „hängen“ blieb war,  dass das „Story-Telling“ dazu dienen soll die Geschichten zwischen den Mentoren und ihren Mentees für Andere transparent zu machen. Als nützliches Tool bekamen alle Teilnehmer eine Kladde ausgehändigt, in welcher sie ihre künftigen Erlebnisse und Erfahrungen mit ihren Mentees festhalten können. Da ich meine Arbeit als Mentor gerade erst begonnen habe, freute es mich sehr schon beim ersten Coaching-Termin einige hilfreiche Ansätze für die Kommunikation mit Geflüchteten zu erhalten. Ich habe viel dazu gelernt und hoffe auch in Zukunft noch an vielen weiteren Coachings teilnehmen zu dürfen.

 

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